Das „Schwatte Päd“ gehört zu den bekanntesten historischen Gebäuden der Neusser Innenstadt. Das am Büchel gelegene Haus wurde 1603/1604 errichtet und gilt als ältestes erhaltenes Neusser Kaufmanns- und Bürgerhaus. Seine markante Backsteinfassade und der charakteristische Stufengiebel prägen das Stadtbild bis heute.
Nachdem die traditionsreiche Gaststätte mehrere Jahre leer gestanden hatte, wurde im Jahr 2016 intensiv über eine neue Nutzung des Gebäudes diskutiert. Der Stadt-Kurier berichtete damals, dass Jürgen und Antje Linnerz gemeinsam mit der Hauseigentümerin Claudia Linnertz, Dr. Jörg Geerlings und Eugen Friese nach einem zukunftsfähigen Konzept für das „Schwatte Päd“ suchten.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich die historische Bedeutung des Hauses mit einer langfristig wirtschaftlichen Nutzung verbinden lässt. Diskutiert wurde unter anderem eine gemischte Belegung mit Gastronomie im Erdgeschoss und Keller, einer Außengastronomie sowie Veranstaltungsräumen in den oberen Etagen.
Jürgen Linnerz betonte bereits damals, dass ein Konzept gefunden werden müsse, das das Gebäude dauerhaft tragen könne und zugleich Menschen aus Neuss und der Umgebung anspreche. Damit ging es nicht nur um die Wiedereröffnung einer Gaststätte, sondern um eine nachhaltige Perspektive für ein bedeutendes Stück Neusser Stadtgeschichte. (stadt-kurier.de)
Die Diskussion zeigte, wie eng Immobilienentwicklung, lokale Identität und die Belebung der Innenstadt miteinander verbunden sind. Historische Gebäude benötigen Nutzungskonzepte, die ihren besonderen Charakter bewahren und gleichzeitig den heutigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden.
Im Jahr 2018 konnte das „Schwatte Päd“ schließlich nach längerem Leerstand wiedereröffnet werden.
